Strompreisanalyse 2026: Wichtige Info zum aktuellen Strompreis

Das Wichtigste über die Strompreisanalyse in Kürze

  • Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte liegt 2026 laut BDEW bei 37,0 Cent pro Kilowattstunde
  • Gegenüber dem Vorjahr ist der Preis leicht gesunken, vor allem wegen niedrigerer Netzentgelte
  • Mehr als 1/3 des Strompreises besteht aus Steuern, Abgaben und Umlagen, die kein Anbieter beeinflussen kann
  • Die Großhandelspreise steigen derzeit infolge geopolitischer Spannungen, Haushaltstarife sind bisher noch stabil
  • In 91 Prozent aller Netzgebiete konkurrieren mehr als 50 Anbieter um Kunden, ein Wechsel lohnt sich also
  • Verbraucher sollten stets die 10 Tipp für einen Stromvergleich beachten

Strompreisanalyse-Strompreis

Einleitung: Was kostet Strom in Deutschland gerade wirklich?

Wer dieser Tage seine Stromrechnung öffnet, fragt sich oft dasselbe: Stimmt das wirklich, was da steht? Die gute Nachricht zuerst. Laut der BDEW-Strompreisanalyse vom April 2026 ist der durchschnittliche Strompreis für Haushalte in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Er liegt aktuell bei 37,0 Cent pro Kilowattstunde.

Das klingt zunächst nach einer abstrakten Zahl. Für einen typischen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden, wie ihn der BDEW als Berechnungsgrundlage verwendet, bedeutet das eine Jahresstromrechnung von rund 1.295 Euro. Oder anders gesagt: etwa 108 Euro im Monat, die still und leise vom Konto abgehen.

Ob man in Leipzig, Berlin, München oder Hamburg wohnt, macht dabei einen Unterschied. Denn ein Teil des Strompreises hängt direkt vom regionalen Netzgebiet ab und variiert je nach Wohnort teils erheblich. Genau deshalb lohnt sich kein pauschaler Blick auf Bundesdurchschnitte, sondern ein konkreter Vergleich für die eigene Postleitzahl.


Die Grafik des BDEW zeigt auf einen Blick, wie sich der Strompreis seit 2015 entwickelt hat. Besonders auffällig sind die Krisenjahre 2022 und 2023, als der Preis auf bis zu 47,0 ct/kWh stieg. Ausschlaggebend dafür waren explodierende Beschaffungskosten infolge der Energiekrise. Seitdem sinken die Preise wieder. 2026 liegt der Durchschnitt bei 37,0 ct/kWh, dem niedrigsten Wert seit 2021. Die Steuern, Abgaben und Umlagen hingegen blieben über all diese Jahre weitgehend konstant. Was das im Detail bedeutet, erklärt dieser Artikel Schritt für Schritt.

Dieser Artikel erklärt, was hinter dem aktuellen Strompreis steckt, welche Bestandteile Verbraucher selbst beeinflussen können und welche nicht, und warum der BDEW-Bericht vom April 2026 ein guter Anlass ist, den eigenen Tarif einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Alle Zahlen und Aussagen in diesem Artikel beruhen auf der offiziellen BDEW-Strompreisanalyse April 2026, die der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft regelmäßig veröffentlicht und die unter bdew.de frei einsehbar ist.

Was ist die BDEW-Strompreisanalyse überhaupt?

Der BDEW, der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, ist der zentrale Branchenverband der deutschen Energiewirtschaft mit Sitz in Berlin. Er vertritt mehr als 2.000 Unternehmen, darunter:

  • Große Energiekonzerne wie E.ON, RWE und EnBW
  • Hunderte regionaler Stadtwerke
  • Netzbetreiber und Wasserversorger

Seine Daten werden regelmäßig von Journalisten, Verbraucherschützern, Behörden und der Bundesnetzagentur zitiert. Die BDEW-Strompreisanalyse gilt als eine der verlässlichsten öffentlich zugänglichen Quellen zur Strompreisentwicklung in Deutschland.

Wie wird der durchschnittliche Strompreis berechnet?

Der BDEW erfasst für den durchschnittlichen Strompreis alle zum Berechnungszeitpunkt abschließbaren Tarife und gewichtet sie nach der tatsächlichen Vertragsstruktur, die die Bundesnetzagentur jährlich erhebt.

Vertragsart Gewichtung 2024
Tarifprodukte Strom 78 %
Grundversorgungstarife Strom 22 %

Zusätzlich erfolgt eine Berechnung auf Gemeindeebene, gewichtet nach Einwohnerzahl. Das macht den ermittelten Strompreis zu einem realitätsnahen Durchschnitt und keinem Modellwert.

Welcher Referenzhaushalt liegt zugrunde?

  • Jahresverbrauch: 3.500 Kilowattstunden
  • Entspricht in etwa einem Zwei- bis Dreipersonenhaushalt
  • Ohne Elektroheizung und ohne Elektroauto
  • Grundpreis ist im ausgewiesenen Cent-Wert anteilig enthalten

Wer in Berlin in einer kleinen Wohnung lebt oder als vierköpfige Familie in München ein Haus heizt, wird vom Referenzwert abweichen. Ein PLZ-basierter Tarifvergleich ist daher immer aussagekräftiger als der bundesweite Durchschnitt.

Die vollständige Analyse steht auf der Website des BDEW kostenlos als PDF bereit: bdew.de

Der aktuelle Strompreis 2026 für Haushalte

Der Strompreis ist 2026 wieder gesunken. Laut BDEW-Strompreisanalyse vom April 2026 zahlen Haushalte in Deutschland aktuell durchschnittlich 37,0 Cent pro Kilowattstunde. Das ist der niedrigste Wert seit 2021 und eine spürbare Entlastung gegenüber den Hochpreisphasen der vergangenen Jahre. Was das konkret bedeutet und wie sich dieser Wert zusammensetzt, zeigen die folgenden Abschnitte.

37,0 Cent pro Kilowattstunde: Was bedeutet das konkret?

Gegenüber 2025 ist der Preis um 2,3 Cent gesunken. Im Vergleich zu den Krisenjahren 2022 und 2023, als explodierende Beschaffungskosten infolge der Energiekrise den Preis auf bis zu 47,0 ct/kWh trieben, hat sich die Lage deutlich entspannt. Der Rückgang ist vor allem auf niedrigere Beschaffungskosten und gesunkene Netzentgelte zurückzuführen, dazu mehr in den folgenden Abschnitten.

📅 Jahr ⚡ Strompreis ct/kWh 📈 Veränderung 🔍 Hauptgrund
2023 47,0 +6,7 Energiekrise, Beschaffungskosten
2024 40,2 -6,8 Normalisierung Großhandel
2025 39,3 -0,9 Leichter Rückgang Netzentgelte
2026 37,0 -2,3 Zuschuss Übertragungsnetz

Quelle: BDEW-Strompreisanalyse April 2026

Was kostet das an Stromkosten im Jahr und im Monat?

Für einen Referenzhaushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch bedeuten 37,0 ct/kWh eine Jahresrechnung von rund 1.295 Euro, also etwa 108 Euro pro Monat. Zum Vergleich: 2023 lagen die Kosten für denselben Haushalt noch bei rund 1.645 Euro im Jahr. Das ist ein Unterschied von 350 Euro, den viele Verbraucher durch einen rechtzeitigen Anbieterwechsel bereits realisiert haben. Wer damals gewechselt hat, zahlt heute weniger. Wer noch wartet, zahlt oft immer noch zu viel.

  • Jahresrechnung 2026: rund 1.295 Euro
  • Monatsrechnung 2026: rund 108 Euro
  • Ersparnis gegenüber 2023: bis zu 350 Euro im Jahr
📅 Jahr 💶 Jahresrechnung 🗓️ Monatsrechnung 💰 Ersparnis im Vergleich zu 2023
2023 ca. 1.645 € ca. 137 €
2024 ca. 1.407 € ca. 117 € ca. 238 €
2025 ca. 1.376 € ca. 115 € ca. 269 €
2026 ca. 1.295 € ca. 108 € ca. 350 €

Warum lohnt sich trotzdem ein Stromvergleich?

Sinkende Strompreise klingen gut, sagen aber wenig über den eigenen Stromtarif aus. Wer noch in der Grundversorgung seines lokalen Stromversorgers steckt, zahlt in der Regel deutlich mehr als der Bundesdurchschnitt beim Strompreis. Grundversorgungsstromtarife sind gesetzlich für alle Haushalte verfügbar, aber keineswegs die günstigste Option wenn es um den Preis für Strom geht.

Laut Bundesnetzagentur, zitiert in der BDEW-Strompreisanalyse April 2026, beliefern in 91 Prozent aller Netzgebiete mehr als 50 verschiedene Stromanbieter Stromkunden. Der Wettbewerb im Strommarkt ist also vorhanden, man muss ihn nur nutzen. Günstige Neukundenstromtarife liegen aktuell teils 8 bis 12 Cent pro Kilowattstunde unter dem Strompreis in der Grundversorgung. Bei einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh entspricht das einer möglichen Ersparnis von 280 bis 420 Euro im Jahr allein durch den Wechsel des Stromtarifs.

Die Strompreisentwicklung der letzten Jahre zeigt zudem: Wer bei steigenden Strompreisen rechtzeitig in einen günstigen Fixpreis-Stromtarif gewechselt ist, hat deutlich weniger gezahlt als Kunden, die passiv in der teuren Grundversorgung geblieben sind. Viele Stromanbieter locken Neukunden zusätzlich mit Wechselprämien und Sofortboni. Diese können den Strompreisvorteil im ersten Vertragsjahr nochmals deutlich erhöhen. Wer also in Frankfurt, Dresden, Köln oder Hannover wohnt und seit Jahren beim selben Stromanbieter ist, sollte den eigenen Stromtarif einmal genau unter die Lupe nehmen.

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Ein Strompreisvergleich für normalen Strom als Strommix oder als Ökostrom für die eigene Postleitzahl dauert keine zehn Minuten und zeigt sofort, wie viel beim Strompreis gespart werden kann. Die beiden größten deutschen Stromvergleichsportale Check24 und Verivox bieten dafür jeweils über 1.000 Stromanbieter und tausende Stromtarife im direkten Vergleich.

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Woraus setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Strompreis für Haushalte besteht nicht aus einem einzigen Block, sondern aus drei klar voneinander trennbaren Kostengruppen. Die BDEW-Strompreisanalyse April 2026 schlüsselt diese Strompreisbestandteile detailliert auf. Das ist wichtig zu verstehen, denn nur ein Teil des Strompreises ist durch einen Wechsel des Stromtarifs beeinflussbar.


Die drei Kostenblöcke im Überblick

Der durchschnittliche Strompreis von 37,0 ct/kWh teilt sich laut BDEW wie folgt auf:

⚡ Strompreisbestandteil 💶 ct/kWh 📊 Anteil am Strompreis
Strombeschaffung und Vertrieb 15,17 41,3 %
Netzentgelte 9,26 24,9 %
Steuern, Abgaben und Umlagen 12,57 33,9 %
Gesamter Strompreis 37,0 100 %

Quelle: BDEW-Strompreisanalyse April 2026

Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Aufschlüsselung: Mehr als die Hälfte des Strompreises, nämlich Netzentgelte sowie Steuern, Abgaben und Umlagen zusammen, ist für jeden Stromanbieter gleich. Kein Stromversorger in Deutschland kann diese Strompreisbestandteile unterschreiten. Wettbewerb findet ausschließlich beim Beschaffungs- und Vertriebsanteil statt, also bei den 15,17 ct/kWh, die 41,3 Prozent des gesamten Strompreises ausmachen.

Strombeschaffung und Vertrieb: Der einzige variable Strompreisanteil

Dieser Anteil am Strompreis ist der einzige, den Stromanbieter aktiv gestalten können. Er umfasst die Kosten für den Einkauf von Strom an der Strombörse sowie die Vertriebs- und Verwaltungskosten des Stromversorgers. Mit 15,17 ct/kWh liegt dieser Strompreisanteil 2026 etwas niedriger als im Vorjahr, was die positive Strompreisentwicklung an den Großhandelsmärkten widerspiegelt.

  • Strombörsenpreise sind gesunken seit den Krisenjahren 2022 und 2023
  • Günstige Stromtarife bei Neuabschlüssen profitieren direkt davon
  • Wer noch einen alten Stromtarif hat, profitiert oft nicht automatisch

Netzentgelte: Regional sehr unterschiedlich

Die Netzentgelte sind der Anteil am Strompreis, den Netzbetreiber für den Transport von Strom durch Leitungen und Umspannwerke erheben. Sie sind regional sehr unterschiedlich. Wer in München wohnt, zahlt andere Netzentgelte als jemand in Leipzig oder Hannover. Bundesweit liegt der Durchschnitt laut BDEW aktuell bei 9,26 ct/kWh, das sind 1,6 Cent weniger als im Vorjahr.

📍 Region 🔌 Netzentgelte (Richtwert)
Norddeutschland überdurchschnittlich
Süddeutschland durchschnittlich bis unterdurchschnittlich
Ostdeutschland teils überdurchschnittlich
Bundesdurchschnitt 9,26 ct/kWh

Quelle: BDEW-Strompreisanalyse April 2026

Der Rückgang der Netzentgelte ist direkt auf den staatlichen Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten zurückzuführen, den der Bund seit 2024 gewährt. Dieser Zuschuss entlastet Haushaltskunden spürbar beim Strompreis, ist aber politisch nicht dauerhaft garantiert.

Steuern, Abgaben und Umlagen: Ein Drittel des Strompreises

Mit 12,57 ct/kWh machen Steuern, Abgaben und Umlagen gut ein Drittel des gesamten Strompreises aus. Dieser Anteil am Strompreis ist für alle Stromanbieter identisch und kann durch keinen Stromtarifwechsel beeinflusst werden. Er setzt sich aus mehreren Einzelpositionen zusammen:

📋 Strompreisbestandteil 💶 ct/kWh
Mehrwertsteuer 5,91
Stromsteuer 2,05
Konzessionsabgabe 1,67
Aufschlag besondere Netznutzung §19 StromNEV 1,56
Offshore-Netzumlage 0,94
KWKG-Umlage 0,45
Gesamt Steuern und Abgaben 12,57

Quelle: BDEW-Strompreisanalyse April 2026

Dieser Teil des Strompreises ist seit Jahren weitgehend stabil. Die EEG-Umlage, die früher einen erheblichen Anteil am Strompreis ausmachte, wurde 2022 abgeschafft und seitdem aus dem Bundeshaushalt finanziert. Das hat den Strompreis für Haushaltskunden damals spürbar entlastet.

Warum sind die Netzentgelte 2026 gesunken?

Die Netzentgelte sind ein Strompreisbestandteil, über den viele Verbraucher wenig wissen, der aber einen erheblichen Anteil am gesamten Strompreis ausmacht. 2026 sind die Netzentgelte im bundesweiten Durchschnitt spürbar gesunken, von 10,9 ct/kWh im Jahr 2025 auf aktuell 9,26 ct/kWh. Das ist ein Rückgang von 1,6 Cent pro Kilowattstunde und der wichtigste Grund für den gesunkenen Durchschnittsstrompreis in diesem Jahr.

Was sind Netzentgelte überhaupt?

Netzentgelte sind der Anteil am Strompreis, den Haushalte für die Nutzung des Stromnetzes zahlen. Dazu gehören Hochspannungsleitungen, Umspannwerke und die lokalen Verteilernetze bis zur Steckdose. Jeder Haushalt in Deutschland zahlt diese Netzentgelte, unabhängig davon, bei welchem Stromanbieter er seinen Stromtarif abgeschlossen hat. Die Höhe der Netzentgelte wird von der Bundesnetzagentur reguliert und variiert je nach Region teils erheblich.

  • Netzentgelte sind kein Gewinn des Stromanbieters, sondern eine Durchlaufposition
  • Sie werden direkt an den lokalen Netzbetreiber weitergeleitet
  • Kein Stromtarifvergleich kann die regionalen Netzentgelte umgehen
  • In dünn besiedelten Regionen sind Netzentgelte oft höher als in Ballungsräumen

Der Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten

Der entscheidende Grund für den Rückgang der Netzentgelte im Strompreis 2026 ist der staatliche Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten. Der Bund stellt diesen Zuschuss bereit, um die Kosten des Stromnetzausbaus, der vor allem durch die Energiewende notwendig wird, nicht vollständig auf die Haushaltsstrompreise umzulegen.

📅 Jahr 🔌 Netzentgelte beim Strom in ct/kWh 📉 Veränderung
2023 9,3 +1,3
2024 11,4 +2,1
2025 10,9 -0,5
2026 9,26 -1,64

Quelle: BDEW-Strompreisanalyse April 2026

Ohne diesen Zuschuss wären die Netzentgelte im Strompreis 2026 deutlich höher ausgefallen. Es handelt sich dabei jedoch um eine politische Entscheidung, die jährlich neu getroffen wird. Eine dauerhafte Garantie für diesen Entlastungseffekt beim Strompreis gibt es nicht.

Was bedeutet das für den Strompreisvergleich?

Da die Netzentgelte regional stark variieren, fällt der Entlastungseffekt je nach Wohnort unterschiedlich aus. Wer in Stuttgart oder München wohnt, zahlt andere Netzentgelte als jemand in Rostock oder Erfurt. Beim Strompreisvergleich über Check24 oder Verivox werden die regionalen Netzentgelte automatisch für die eingegebene Postleitzahl berücksichtigt. Ein bundesweiter Durchschnittsstrompreis sagt daher wenig darüber aus, was ein Haushalt am eigenen Wohnort tatsächlich zahlt. Nur ein PLZ-basierter Stromtarifvergleich liefert den echten Preis für Strom in der eigenen Region.

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Steuern und Abgaben im Detail

Steuern, Abgaben und Umlagen machen mit 12,57 ct/kWh gut ein Drittel des gesamten Strompreises aus. Dieser Anteil am Strompreis ist für alle Stromanbieter in Deutschland identisch und kann durch keinen Stromtarifwechsel beeinflusst werden. Trotzdem lohnt es sich, diese Strompreisbestandteile zu kennen, denn sie erklären, warum der Preis für Strom in Deutschland im europäischen Vergleich so hoch ist.

Mehrwertsteuer: Der größte Einzelposten im Steueranteil

Der größte Einzelposten innerhalb der Steuern und Abgaben im Strompreis ist die Mehrwertsteuer. Sie beträgt 19 Prozent auf den Nettostrompreis und schlägt laut BDEW-Strompreisanalyse April 2026 mit 5,91 ct/kWh zu Buche. Die Mehrwertsteuer wird auf den gesamten Strompreis erhoben, also auch auf die Netzentgelte und die anderen Abgaben. Das bedeutet: Steigen andere Strompreisbestandteile, steigt automatisch auch die absolute Mehrwertsteuerbelastung.

Stromsteuer: Seit Jahren unverändert

Die Stromsteuer ist eine Verbrauchsteuer des Bundes und beträgt seit vielen Jahren unverändert 2,05 ct/kWh für Haushaltskunden. Sie fließt direkt in den Bundeshaushalt und hat nichts mit der Finanzierung des Stromnetzes oder erneuerbarer Energien zu tun. Für einen Durchschnittshaushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch bedeutet die Stromsteuer eine jährliche Belastung von rund 72 Euro.

Konzessionsabgabe, Umlagen und weitere Strompreisbestandteile

Neben Mehrwertsteuer und Stromsteuer enthält der Strompreis noch weitere Abgaben, die alle gesetzlich festgelegt sind:

📋 Strompreisbestandteil 💶 ct/kWh 📌 Zweck
Mehrwertsteuer 5,91 Allgemeiner Staatshaushalt
Stromsteuer 2,05 Allgemeiner Bundeshaushalt
Konzessionsabgabe 1,67 Vergütung für Nutzung öffentlicher Wege
§19 StromNEV Umlage 1,56 Ausgleich für Großverbraucher mit Netzrabatten
Offshore-Netzumlage 0,94 Finanzierung Offshore-Windnetzanbindung
KWKG-Umlage 0,45 Förderung Kraft-Wärme-Kopplung
Gesamt 12,57

Quelle: BDEW-Strompreisanalyse April 2026

Die Konzessionsabgabe fließt an die Kommunen als Entgelt dafür, dass Stromnetze öffentliche Wege und Straßen nutzen dürfen. Die §19 StromNEV-Umlage gleicht Rabatte aus, die energieintensive Großverbraucher bei den Netzentgelten erhalten. Die Offshore-Netzumlage finanziert den Anschluss von Windparks auf hoher See an das Festlandnetz. Die KWKG-Umlage fördert Anlagen, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen.

Was bedeutet das für den Stromtarifvergleich?

Da all diese Strompreisbestandteile gesetzlich festgelegt und für jeden Stromanbieter gleich sind, ist der Spielraum beim Strompreisvergleich klar definiert. Wer die günstigsten Stromtarife sucht, vergleicht ausschließlich den Beschaffungs- und Vertriebsanteil am Strompreis. Genau das tun Stromvergleichsportale wie Check24 und Verivox automatisch. Sie zeigen den günstigsten Preis für Strom in der eigenen Region, unter Berücksichtigung aller gesetzlich festgelegten Strompreisbestandteile.

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Geopolitik und Strompreis: Der Iran-Krieg und die Großhandelspreise

Die Strompreisentwicklung hängt nicht nur von nationalen Faktoren ab. Geopolitische Ereignisse können die Strompreise an den europäischen Strombörsen innerhalb weniger Tage stark bewegen. Die BDEW-Strompreisanalyse April 2026 weist ausdrücklich auf den aktuellen Anstieg der Großhandelsstrompreise als direkte Folge des Iran-Kriegs hin.

Was passiert gerade an den Strombörsen?

Wenn geopolitische Spannungen die Energiemärkte erfassen, steigen zunächst die Preise für Gas und Öl. Da Gaskraftwerke in Europa einen erheblichen Anteil an der Stromerzeugung haben, überträgt sich dieser Preisanstieg direkt auf die Strompreise an der Strombörse. Der sogenannte Day-Ahead-Strompreis, also der Preis für Strom, der am nächsten Tag geliefert wird, reagiert auf solche Ereignisse sehr schnell.

  • Gaspreis steigt durch geopolitische Spannungen
  • Gaskraftwerke bestimmen oft den Grenzpreis an der Strombörse
  • Börsenstrompreis steigt kurzfristig stark an
  • Terminstrompreise für künftige Lieferungen ziehen ebenfalls an

Warum merken Haushaltskunden davon bisher wenig?

Laut BDEW-Strompreisanalyse April 2026 macht sich der aktuelle Anstieg der Großhandelsstrompreise bei den Neutarifen für Haushaltskunden bisher nicht wesentlich bemerkbar. Das liegt an der Funktionsweise des Stromtarifmarktes für Privathaushalte. Stromanbieter beschaffen Strom für ihre Haushaltsstromtarife in der Regel Monate im Voraus über Terminkontrakte an der Strombörse. Kurzfristige Börsenpreisausschläge schlagen sich daher erst mit einer gewissen Verzögerung in den Haushaltsstromtarifen nieder.

👥 Kundengruppe 📉 Effekt Iran-Krieg ⏱️ Zeitverzögerung
Haushaltskunden Bisher kaum spürbar Monate bis Jahre
Kleine und mittlere Industrie Bereits erkennbar Wochen bis Monate
Große Industrie Direkt spürbar Tage bis Wochen

Quelle: BDEW-Strompreisanalyse April 2026

Warum ist jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Stromtarifwechsel?

Die aktuelle Situation zeigt ein bekanntes Muster aus der Strompreisentwicklung der vergangenen Jahre. Steigen die Großhandelsstrompreise über einen längeren Zeitraum, folgen die Haushaltsstromtarife mit Verzögerung. Wer jetzt noch einen günstigen Fixpreis-Stromtarif abschließt, sichert sich den aktuell noch moderaten Strompreis für die gesamte Vertragslaufzeit. Steigen die Strompreise danach weiter, zahlt man trotzdem den vereinbarten günstigeren Stromtarif.

Ein Strompreisvergleich über Check24 oder Verivox zeigt, welche Stromanbieter aktuell noch günstige Fixpreis-Stromtarife anbieten, bevor mögliche Strompreiserhöhungen infolge der geopolitischen Lage die Neutarife erreichen.

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Deutschland beim Strompreis im europäischen Vergleich

Der Strompreis in Deutschland gehört zu den höchsten in Europa. Das ist keine neue Erkenntnis, aber die BDEW-Strompreisanalyse April 2026 liefert dafür aktuelle Zahlen und eine klare Erklärung. Wer verstehen will, warum der Preis für Strom hierzulande so hoch ist, muss sich die Zusammensetzung des Strompreises im internationalen Vergleich ansehen.

Wo steht Deutschland im europäischen Strompreisvergleich?

Laut BDEW-Strompreisanalyse lagen die deutschen Haushaltsstrompreise im zweiten Halbjahr 2025 mit 38,7 ct/kWh im europäischen Vergleich weiterhin sehr hoch. Nur wenige Länder hatten einen höheren Preis für Strom.

🌍 Land ⚡ Strompreis ct/kWh 📊 Verhältnis zu Deutschland
Deutschland 38,7 Referenz
Österreich 32,2 -17 %
Frankreich 25,6 -34 %
Polen 29,7 -23 %
Norwegen 19,2 -50 %
Finnland 8,8 -77 %

Quelle: Eurostat, zitiert in BDEW-Strompreisanalyse April 2026, 2. Halbjahr 2025

Der Vergleich ist eindrücklich. Ein Haushalt in Frankreich zahlt für dieselbe Kilowattstunde Strom gut ein Drittel weniger als ein Haushalt in Deutschland. In Norwegen oder Finnland ist der Preis für Strom sogar weniger als halb so hoch.

Warum ist der Strompreis in Deutschland so hoch?

Der Hauptgrund für den dauerhaft hohen Strompreis in Deutschland liegt in der verfehlten Energiepolitik der vergangenen 15 Jahre. Der beschleunigte Atomausstieg, der gleichzeitige Ausstieg aus der Kohle und der schleppende Ausbau der Stromnetze haben Deutschland in eine teure Abhängigkeit von Gasimporten getrieben und gleichzeitig den Netzausbaubedarf massiv erhöht. Diese politischen Entscheidungen schlagen sich direkt im Strompreis nieder.

Die Folgen für den Preis für Strom sind bis heute spürbar:

  • Milliarden an EEG-Umlage wurden über Jahre auf die Haushaltsstrompreise umgelegt
  • Der Netzausbau für die Energiewende wird über Netzentgelte von Haushaltskunden finanziert
  • Die Offshore-Netzumlage im Strompreis finanziert Windparkanbindungen, deren Planung jahrelang verschleppt wurde
  • Der Wegfall günstiger Kernenergie hat die Strombeschaffungskosten strukturell erhöht
  • Fehlende Investitionen in Speichertechnologien treiben die Systemkosten im Strompreis weiter hoch

Andere europäische Länder wie Frankreich, die konsequent auf Kernenergie gesetzt haben, zahlen heute deutlich weniger für Strom. Der Strompreisvergleich mit Europa ist damit auch ein Spiegel energiepolitischer Weichenstellungen der Vergangenheit.

Was können Verbraucher daraus mitnehmen?

An den staatlichen Strompreisbestandteilen kann kein einzelner Verbraucher etwas ändern. Was bleibt, ist der Wettbewerb beim Beschaffungs- und Vertriebsanteil des Strompreises. Und genau hier gibt es in Deutschland dank des gut funktionierenden Strommarktes echten Spielraum. Wer in Köln, Bremen, Nürnberg oder Dresden wohnt und regelmäßig die Stromtarife vergleicht und den Stromanbieter wechselt, kann den strukturell hohen deutschen Strompreis zumindest teilweise kompensieren.

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Wettbewerb im Strommarkt: Wie viele Anbieter gibt es wirklich?

Trotz hoher Strompreise hat Deutschland einen der wettbewerbsintensivsten Strommärkte in Europa. Die BDEW-Strompreisanalyse April 2026 belegt das mit konkreten Zahlen der Bundesnetzagentur. Für Verbraucher bedeutet das: Die Auswahl beim Stromtarifvergleich ist groß, und ein Wechsel lohnt sich in fast allen Regionen Deutschlands.

In 91 Prozent aller Netzgebiete konkurrieren mehr als 50 Stromanbieter

Laut Bundesnetzagentur, zitiert in der BDEW-Strompreisanalyse April 2026, sind in 91 Prozent aller Netzgebiete in Deutschland mehr als 50 verschiedene Stromanbieter aktiv. In mehr als drei Viertel aller Netzgebiete, nämlich 76,7 Prozent, konkurrieren sogar mehr als 100 Stromversorger um Kunden. Ob in Hamburg, München, Leipzig oder Stuttgart, der Strommarkt bietet echten Wettbewerb beim Strompreis.

✅ Kennzahl 📊 Wert
Netzgebiete mit mehr als 100 Stromanbietern 76,7 %
Netzgebiete mit mehr als 50 Stromanbietern 91,3 %
Stromtarife bei Check24 über 23.000
Stromtarife bei Verivox über 15.000

Quelle: Bundesnetzagentur und BDEW-Strompreisanalyse April 2026

Warum stecken trotzdem so viele Verbraucher in der Grundversorgung?

Trotz dieser enormen Anbietervielfalt im Strommarkt sind viele Haushaltskunden noch immer in teuren Grundversorgungsstromtarifen. Die Gründe dafür sind meist dieselben:

  • Fehlende Information über günstigere Stromtarife am Markt
  • Unterschätzung der möglichen Ersparnis beim Strompreisvergleich
  • Scheu vor dem vermeintlich aufwendigen Stromanbieterwechsel
  • Automatischer Wechsel in die teure Grundversorgung nach einem Umzug

Dabei ist der Wechsel des Stromtarifs in Deutschland gesetzlich stark vereinfacht. Der neue Stromanbieter übernimmt in der Regel die gesamte Abwicklung. Kündigung, Ummeldung beim Netzbetreiber und Anmeldung beim neuen Stromversorger laufen weitgehend automatisch ab. Ein Stromtarifvergleich über Check24 oder Verivox dauert keine zehn Minuten und zeigt sofort den günstigsten Preis für Strom in der eigenen Region.

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Fazit und Handlungsempfehlung

Die BDEW-Strompreisanalyse April 2026 liefert eine klare Botschaft: Der Strompreis für Haushalte in Deutschland ist gesunken, liegt aber mit 37,0 ct/kWh nach wie vor auf einem hohen Niveau. Wer den gesunkenen Durchschnittsstrompreis auch im eigenen Haushalt spüren will, muss aktiv werden.

Was die BDEW-Strompreisanalyse 2026 zeigt

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der BDEW-Strompreisanalyse April 2026 auf einen Blick:

📋 Thema 🔍 Ergebnis
Durchschnittlicher Strompreis 2026 37,0 ct/kWh
Veränderung gegenüber 2025 -2,3 ct/kWh
Netzentgelte 2026 9,26 ct/kWh, gesunken um 1,6 ct/kWh
Steuern, Abgaben und Umlagen 12,57 ct/kWh, stabil
Großhandelspreise Steigen infolge Iran-Krieg
Anbietervielfalt 91 % der Netzgebiete mit mehr als 50 Stromanbietern

Quelle: BDEW-Strompreisanalyse April 2026

Was Verbraucher jetzt beim Strompreis tun sollten

Die aktuell noch moderaten Haushaltsstrompreise sind kein Dauerzustand. Die steigenden Großhandelsstrompreise infolge der geopolitischen Lage werden die Stromtarife früher oder später erreichen. Wer jetzt handelt, sichert sich den günstigsten Preis für Strom bevor mögliche Strompreiserhöhungen kommen.

  • Eigenen Stromtarif prüfen: Wer noch in der Grundversorgung ist, zahlt fast immer zu viel
  • Strompreisvergleich machen: Check24 und Verivox vergleichen tausende Stromtarife für die eigene Postleitzahl
  • Fixpreis-Stromtarif wählen: Schutz vor steigenden Strompreisen für die gesamte Vertragslaufzeit
  • Neukundenprämie mitnehmen: Viele Stromanbieter zahlen beim Wechsel Sofortboni und Wechselprämien
  • Regelmäßig vergleichen: Wer alle ein bis zwei Jahre die Stromtarife vergleicht, zahlt langfristig deutlich weniger für Strom

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Der günstigste Stromtarif für den eigenen Haushalt hängt vom Wohnort, vom Jahresverbrauch und von persönlichen Präferenzen wie Vertragslaufzeit oder Ökostromanteil ab. Ein pauschaler Bundesdurchschnittsstrompreis hilft dabei nicht weiter. Nur ein PLZ-basierter Strompreisvergleich über Check24 oder Verivox zeigt den tatsächlich günstigsten Preis für Strom in der eigenen Region.

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FAQ: Häufige Fragen zum Strompreis 2026

Was kostet Strom 2026 in Deutschland?

Laut BDEW-Strompreisanalyse April 2026 liegt der durchschnittliche Strompreis für Haushalte in Deutschland aktuell bei 37,0 Cent pro Kilowattstunde. Für einen Referenzhaushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch bedeutet das eine Jahresstromrechnung von rund 1.295 Euro, also etwa 108 Euro pro Monat.

Warum ist der Strompreis 2026 gesunken?

Der Strompreis ist 2026 vor allem aus zwei Gründen gesunken. Erstens sind die Netzentgelte um 1,6 Cent pro Kilowattstunde zurückgegangen, weil der Bund einen Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten gewährt. Zweitens sind die Strombeschaffungskosten gegenüber den Krisenjahren 2022 und 2023 deutlich gesunken. Steuern, Abgaben und Umlagen sind dagegen mit 12,57 ct/kWh stabil geblieben.

Woraus setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Strompreis für Haushalte besteht aus drei Kostenblöcken. Strombeschaffung und Vertrieb machen 41,3 Prozent aus, Netzentgelte 24,9 Prozent und Steuern, Abgaben und Umlagen 33,9 Prozent. Nur der Beschaffungs- und Vertriebsanteil unterscheidet sich zwischen den Stromanbietern. Netzentgelte sowie Steuern und Abgaben sind für alle Stromanbieter identisch.

Lohnt sich ein Stromanbieterwechsel 2026 noch?

Ja, ein Stromanbieterwechsel lohnt sich 2026 besonders. Günstige Neukundenstromtarife liegen aktuell teils 8 bis 12 Cent pro Kilowattstunde unter dem Grundversorgungsstrompreis. Bei einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh entspricht das einer möglichen Ersparnis von 280 bis 420 Euro im Jahr. Zusätzlich zahlen viele Stromanbieter beim Wechsel Neukundenprämien und Sofortboni.

Warum ist der Strompreis in Deutschland so hoch im europäischen Vergleich?

Der hohe Strompreis in Deutschland ist vor allem auf die verfehlte Energiepolitik der vergangenen 15 Jahre zurückzuführen. Der Atomausstieg, der gleichzeitige Kohleausstieg und der schleppende Netzausbau haben die Stromgestehungskosten strukturell erhöht. Hinzu kommen hohe Steuern, Abgaben und Umlagen, die in anderen europäischen Ländern deutlich niedriger ausfallen. Frankreich zum Beispiel zahlt mit rund 25,6 ct/kWh gut ein Drittel weniger für Strom als deutsche Haushalte.

Was bedeutet der Iran-Krieg für den Strompreis?

Der Iran-Krieg hat die Großhandelsstrompreise an den europäischen Strombörsen steigen lassen. Bei Haushaltsstromtarifen ist dieser Effekt bisher noch nicht wesentlich angekommen, da Stromanbieter ihren Strom in der Regel Monate im Voraus einkaufen. Experten gehen jedoch davon aus, dass steigende Großhandelsstrompreise mit Verzögerung auch die Haushaltsstromtarife erreichen werden. Wer jetzt einen günstigen Fixpreis-Stromtarif abschließt, sichert sich gegen mögliche Strompreiserhöhungen ab.

Wie finde ich den günstigsten Stromtarif für meine Region?

Der günstigste Stromtarif hängt vom Wohnort, vom Jahresverbrauch und von persönlichen Präferenzen ab. Ein bundesweiter Durchschnittsstrompreis hilft dabei nicht weiter. Nur ein PLZ-basierter Strompreisvergleich zeigt den tatsächlich günstigsten Preis für Strom in der eigenen Region. Die Stromvergleichsportale Check24 und Verivox vergleichen jeweils tausende Stromtarife von über 1.000 Stromanbietern kostenlos und zeigen sofort, wie viel beim Strompreis gespart werden kann.

Wie funktioniert ein Stromanbieterwechsel?

Ein Stromanbieterwechsel ist in Deutschland gesetzlich stark vereinfacht und läuft weitgehend automatisch ab. Nach dem Abschluss eines neuen Stromtarifs übernimmt der neue Stromanbieter die gesamte Abwicklung. Er kündigt den alten Stromvertrag, meldet den Haushalt beim Netzbetreiber um und sorgt dafür, dass die Stromversorgung nahtlos weiterläuft. Eine Unterbrechung der Stromversorgung gibt es dabei nicht. Der gesamte Wechselprozess dauert in der Regel zwei bis sechs Wochen.

Welche Rolle spielen Neukundenprämien beim Stromtarifvergleich?

Viele Stromanbieter zahlen beim Wechsel attraktive Neukundenprämien, Sofortboni oder Wechselgutschriften. Diese können den Strompreisvorteil im ersten Vertragsjahr nochmals deutlich erhöhen. Bei einem Strompreisvergleich über Check24 oder Verivox werden diese Prämien automatisch in die Gesamtersparnis eingerechnet und sind damit direkt vergleichbar. Wer also nicht nur den günstigsten laufenden Stromtarif sucht, sondern auch von einer Neukundenprämie profitieren möchte, sollte beim Strompreisvergleich auf die Gesamtersparnis im ersten Jahr achten und nicht nur auf den reinen Kilowattstundenpreis für Strom.

Was ist der Unterschied zwischen Grundversorgung und einem günstigeren Stromtarif?

Die Grundversorgung ist der gesetzlich garantierte Stromtarif, den jeder Haushalt automatisch erhält, wenn kein anderer Stromvertrag besteht. Sie wird vom lokalen Grundversorger, meist dem regionalen Stadtwerk oder Energiekonzern, zu festgelegten Preisen angeboten. Grundversorgungsstromtarife sind zwar sicher und zuverlässig, aber in der Regel deutlich teurer als Neukundenstromtarife am freien Markt. Wer nach einem Umzug keinen neuen Stromtarif abschließt, landet automatisch in der teuren Grundversorgung. Ein Strompreisvergleich über Check24 oder Verivox zeigt sofort, wie viel günstiger ein Wechsel in einen freien Stromtarif wäre.

Was ist ein dynamischer Stromtarif und lohnt er sich?

Ein dynamischer Stromtarif koppelt den Preis für Strom direkt an die aktuellen Börsenstrompreise. Der Strompreis schwankt dabei stündlich je nach Angebot und Nachfrage an der Strombörse. In Zeiten hoher Einspeisung aus Wind- und Solarenergie kann der Strompreis sehr niedrig oder sogar negativ sein. Wer seinen Stromverbrauch flexibel anpassen kann, also zum Beispiel die Waschmaschine oder das Elektroauto nachts oder mittags lädt, kann mit einem dynamischen Stromtarif deutlich beim Strompreis sparen. Für Haushalte ohne flexible Verbrauchsgeräte ist ein klassischer Fixpreis-Stromtarif in der Regel die sicherere und oft günstigere Wahl.

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